Gemeindefest, Jubiläum, Einsetzung und Verabschiedung

So was gab's noch nie

Einen langen Gottesdienst, aber nicht langweilig. Viele aktive Frauen dominieren. Das 40-jährige Jubiläum des Montagskreises mit Verabschiedung von Annemarie Dannenmann nach 35 Jahren Leitung. Und die Einsetzung unserer neuen Diakonin, Susanne Mehlfeld.
Außerdem einen Gottesdienst ohne Predigt, aber mit einer Geschichte über Puntenello, obwohl von dem gar nichts in der Bibel steht. Hier können Sie selbst hören, auch die Flötenspielerinnen...
Das gemeinsame, leckere Mittagessen und die ungesunden, aber fantastischen (24) Kuchen, schmeckten wunderbar. Die Wettervorhersage war falsch, denn im Pfarrgarten konnte Jung und Alt sich verlustieren und die Stubenhocker hatten die Möglichkeit sich den neuesten Tatort-Film der Nehrener Jungschar anzusehen.
Allerdings gab's auch Tränen und das war auch richtig, weil Annemarie nach 35 Jahre die Leitung aufgibt. Keine hat jemals soviel für die  Frauen der Ökumene getan. Tausend Dank!
Dank aber auch an alle die aktiv zu diesem schönen Gemeindefest beigetragen haben. So, macht das Gemeindeleben Freude!
Schauen Sie sich die Bilder unten in aller Ruhe an (anklicken u. dann nach rechts oder links)!
Eine schwäbisches Gedicht über Annemarie Dannenmann, kann man hier lesen...

Ein paar Gedanken an eine nette Person

und ein wehmütiger Abschied 

Se ischt koi Königin ond koi Star
ond trotzdem ischt se wonderbar,
se ischt halt a echte Naihremer Maid
gebore en dr Kirschefeldstroß vor einiger Zeit,
ganz so oifach ischt des et
Krieg ischt gwea, mo hot nix ket,
aber des Mädle ischt zäh ond stolz
ond vo ganz besonderem Holz.

Se ka au recht guat schwätze,
ond sich genau so guat durchsetze
wenns zom Beispiel om d´Zukunft goht,
ond dui hoißt Roland, uff den se stoht.

Bald dennt sich 4 Kender rege,
se duat trotzdem ihre Hobby pflege,
wandere mit ihrem Ma,
d´Sozialstatio ischt au no dra,
ond gibt´s irgendwo a kleis Problem
sengt se strahlend: Donna nobis pacem!

Drom sengt se au em Kirchechor,
ond stoht bald dem Montagskreis vor,
des älles stemmt se mit Elan
s´ischt et ganz oifach, mein lieber Schwan,
do hoißts Ausflüg organisiere
wege Grippe ond Schnupfe telefoniere,
kleine Missverständnisse schlichte
ond zom Basar Teegückle richte
Gückle mit Kräutertee ond Salz,
älles für den Huschte ond für den Hals,
drzua werdet Serviette gstickt
ond au Kendersöckle gstrickt,
s´ geit Quitte ond Holundersaft
des stärkt d´Fraue- ond Männerkraft,
Busche für d´Haustür send au ganz nett,
ond Hase vom Schokoladeklett.

S´goht manchmol a bissle hektisch zua
doch der „Boss“ verliert nie d´Rua,
wenns hoißt: Annemi, i woiß nemme weiter,
Annemi, i brauch a Leiter,
Annemi, i hau koin Droht,
i woiß et, wie a Schleife goht!
Ond d´Annemi sprengt rom ond nom,
Macht älles grad, was früher kromm,
ond dass älles klappt wie noch nie
verdanke mir der Annemarie. 

Ond jetzt will se, mir kennes et fasse
Ihren Poschte ganz oifach verlasse,
mir seine erschüttert, häbes et glaubt,
ja goht des ohne sui überhaupt?

Jetzt hoißts denke ond überlege
Ma duat des ond sell arege,
des soll koi Panikmache sei
ons fällt bestemmt s´Richtige ei.

Dr Annemi sage mir heut frei ond frank,
onsern allerherzlichsten Dank,
für ihre Mühe, Ärger ond Freud,
ond wenn se so hell ischt, isch se so gscheit,
ond geniest ihren Ruhestand,
em Liegestuhl, mit am a Krimi en der Hand.

Von Käthe Herrmann