Klausurtagung 2009 des Kirchengemeinderates

Ein Kirchengemeinderat ist kein Hauskreis, 
meinte die Moderatorin, Frau Riedel-Zeller, bei der Klausurtagung vom 11.-13. Sept. 09 in Tieringen im Haus Bittenhalde. 
Was ist er dann, oder besser, was sollte er sein? Das Handbuch für Kirchengemeinderäte (KGR) der Ev. Landeskirche sagt: „Der KGR leitet, zusammen mit dem Pfarrer, die Gemeinde“. Wie soll man das in der Praxis verstehen? Sollen diese sagen wo es lang geht und die anderen Gemeindeglieder haben zu folgen?
Schon bei der Einstimmung der Tagung wurde klar, dass dies wohl keine praktikable Anleitung für die Nehrener KGR-Arbeit ist. Führung, im Sinne einer Reiseführung, ist wohl schon besser. Jeder KGR und natürlich auch Pfarrer Siegfried Fischer, brachten zum Ausdruck, was er oder sie sich wünscht und was er braucht um gut und gerne im KGR mitarbeiten zu können.
 
Dieser Austausch war gleichzeitig eine Rückschau auf die vergangenen eineinhalb Jahren KGR-Arbeit. Da lief nicht alles harmonisch und immer hat auch nicht jeder gerne mitgearbeitet. Umso mehr war die Tagung eine gute Gelegenheit, die anderen KGR Mitglieder besser kennen zu lernen und ihre Ansichten und Empfindungen in Ruhe anzuhören.
Mehr Vertrauen wurde gewünscht, aber auch mehr Gelassenheit. Sich nicht jeden Vorschlag für eine Aktivität als Muss für sich selbst zu Eigen zu machen und sich dadurch wohl möglich zu überfordern.
 
Schön und gut, aber Aufgaben in der Gemeinde sollten schließlich angegangen werden. Welche haben aber Priorität? Erstaunlich dass unsere zwei Arbeitsgruppen eine ganz ähnliche Wertepyramide (Prioritätenliste) erstellt haben. Hier ein paar Werte:

  • Wir bringen unsere Gaben und Fähigkeiten in den KGR ein und achten auf unsere Grenzen.
  • Es ist unsere Aufgaben die Kirche/ das Evangelium für andere attraktiv zu machen.
  • Wir fragen nach, welche Bedürfnisse in der Gemeinde vorhanden sind und tauschen auch Glaubenserfahrungen aus.
  • Wir haben den Mut etwas vorzugeben und Entscheidungen zu treffen.

Eigentlich ist es klar, Pfarrer und KGR können und müssen nicht alles tun. Aber sie können mithelfen, dass mehr und andere Gemeindeglieder in der Gemeinde mitmachen und dabei bleiben. Motivation, Anerkennung und Lob ist dabei eine gute und christliche Investition.
 
Dies und manches andere, hat sich der KGR neu vorgenommen, wohl wissend, er kann darauf vertrauen, dass ihn Gott bei seiner Arbeit befähigt und leitet.
 
Mehr von der Tagung zeigen die folgenden Bilder, (Klicken auf ein Bild vergrößert es).
















BILDER VON DER KLAUSURTAGUNGin TIERINGEN
Einstimmung mit MentorinErste Runde mit dem KGRGespannte Aufmerksamkeit
Wertepyramide IStadtkirche BalingenKlausurskizzen
Wertepyramide IIKGR auf dem LochensteinBlick auf das Schlichemtal in Tieringen
"Mein Bild von der Gemeinde": NachdenklichkeitGelassenheit u. VertrauenAuf dem Weg nach oben