Die Flick- und Stopfgruppe - emsig und immer erwartet

 

Ein Besuch bei der Flick- und Stopfgruppe des Freundeskreises Pflegewohnhauses

Es ist die kleinste Gruppe innerhalb des Freundeskreises. Zur Zeit sind es vier Fachfrauen, die schon über 10 Jahre lang jeden zweiten Dienstagnachmittag ihren Dienst tun.
Lotte, Rosemarie, Wilhelmine und Margret werden meistens schon von den Bewohnern Theo und anderen erwartet, weil sie den schnellen Service schätzen gelernt haben. Manche der zu reparierenden Hemden, Schlüpfer, Pullis können gleich nach der Reparatur wieder mitgenommen werden. Das gleiche gilt beim Knöpfe annähen, wobei es keinerlei Probleme gibt verlorene Knöpfe zu ersetzen. Der Vorrat an Knöpfen jeder Art, in Form und Farbe ist groß. Sollte einmal eine lange Seitennaht mit einer Nähmaschine gemacht werden oder Hosen gesäumt werden, so nimmt eine der Fachfrauen diese nach Hause wo die Reparatur mit der eigenen Nähmaschine bewerkstelligt wird.

Und warum ist die Gruppe überhaupt aktiv? Es hätte sich so eingebürgert und sei eine notwendige Arbeit, besonders für solche Bewohner des Hauses die keine Angehörigen habe die ihnen helfen können.

Dies stimmt alledings nicht immer. Bei Theo, dem Botengänger, z.B. wurde festgestellt, dass sein mitgebrachtes altes Hemd keineswegs repariert werden kann und muss. Erstens ist es zu lädiert und zweitens liegt in seinem Kleiderschrank ein ganzer Stapel von guten Hemden, zwei davon sogar noch eingepackt. Theo ist aber einsichtig, lacht und akzeptiert die Lösung.

Noch müssen schnell die frisch gewaschenen 15 elastische Binden sauber gewickelt werden und schon hat die flinke Flick- und Stopfgruppe ihre Arbeit getan. Bis zum nächsten Mal.