In diesem Geist ...

Bilder-Kreuz der Konfis

 „Ich bin gewiss, dass weder Tod noch Leben … weder Gegenwärtiges noch Zukünftiges … uns scheiden kann von der Liebe Gottes, die in Christus Jesus ist, unserem Herrn.“ (Römerbrief, 8,38)

 

Liebe Gemeindeglieder, liebe Interessierte,

noch sind wir mittendrin in der Pandemie. Sie wird abflauen. Sie wird verschwinden. Wir werden auf sie zurückschauen und uns erinnern, wie es war.  Aber wir wissen nicht wann. Wir wissen nicht, was noch auf uns zu kommt. Diese Ungewissheit und die damit verbunden Ohnmacht ist schwer auszuhalten.

Kirche kennt diese Situation. Sie lebt von Beginn an in der Erwartung, dass Gott sein Reich vollendet und dann der Tod nicht mehr sein wird und mit dem Tod auch Leid, Geschrei, und Schmerz vergangen sein werden (Offenbarung 21, 4). Aber wir wissen nicht wann. Und wir wissen nicht, was bis dahin noch auf uns zu kommt.

Deshalb erinnert, glaubt und bekennt Kirche so vehement, dass Gott die Welt und unsere Zeit in seinen Händen hält. In den Briefen des Paulus ist das immer wieder zu lesen: „Ich bin gewiss, dass weder Tod noch Leben … weder Gegenwärtiges noch Zukünftiges … uns scheiden kann von der Liebe Gottes, die in Christus Jesus ist, unserem Herrn.“ (Römerbrief, 8,38)

In diesem Geist bleibt das Bedrängende dieser Zeit bedrängend und zugleich wird es hineingenommen in das Vertrauen, dass wir im Letzten in Gott sicher sind. Für mich öffnet sich da ein Raum, in dem ich der Pandemie, den Einschränkungen, der Ungewissheit und den vielen offenen Fragen, standhalten kann. Standhalten, weil ich selbst gehalten bin von der Hoffnung, dass uns Gott in all dem festhält und verlässlich dafür sorgt, dass wir ihm erhalten bleiben.

In diesem Geist bitte ich um Geduld, um Kraft, um Liebe und um Besonnenheit für uns alle, damit wir gemeinsam und einander verbunden diese Zeit aushalten und überstehen.

Herzliche Grüße und Gott befohlen, Ihr Pfr. Jörg Conrad

 

Pfr. Jörg Conrad

Liebe Gemeindeglieder, liebe Interessierte,

„Gott hat uns nicht gegeben den Geist der Furcht, sondern der Kraft und der Liebe und der Besonnenheit.“ (2. Tim 1,7)

Es ist nicht leicht, gerade keine Angst zu empfinden. Ich war Montag früh einkaufen … leere Regale. Eigentlich habe ich keine Angst, dass die Lebensmittel ausgehen und doch konnte ich mich im Supermarkt dieser Angst nicht verschließen.  Mit tut es gut, mich immer wieder daran erinnern zu lassen, dass Gott nicht der Ursprung meiner Angst ist. Vielmehr meiner Angst etwas an die Seite stellt: Kraft, Liebe und Besonnenheit. Und davon können wir im Moment viel Gebrauchen. Möge Gott uns allen nahe sein und wir so mit ihm und untereinander verbunden. Ihr Pfarrer Jörg Conrad