Unsere Kirchengemeinde stellt sich vor

Nehren im Frühling

Gar nicht so einfach zu sagen,

was so besonders an uns ist? Hoffentlich nehmen wir den Mund nicht zu voll.  

Also, in unserer schönen Dorfkirche gibt es jeden Sonntag einen Gottesdienst. Normal immer um 10 Uhr, aber die drei Glocken läuten schon sieben Minuten vorher. Ja, bei uns herrscht Ordnung - oder?

Übrigens, wenn außerdem die kleinste Glocke, ein Winzling von gerademal mal 28 kg, erschallt, dann ist was Besonderes los, z. B. eine Taufe oder sonst ein Fest. Manchen Leuten ist die kleine Glocke etwas zu laut, aber was sollen dann auch die Falken sagen die um den Kirchturm kurven und sogar dort wohnen? 

Dr. Jörg Conrad  ist seit Frühjahr 2012 unser Pfarrer. Er hat eine junge Familie mit drei Kinder. Er kann gut predigen - Sie sollten ihn mal anhören! Vorher können Sie mal hier einen kurzen Blick auf ihn werfen oder ihn anhören. 

Im Februar stehen Sie vermutlich vor einer verschlossener Kirchentür. Dann treffen wir uns nämlich im Gemeindehaus, weil wir Energie sparen möchten. Es gibt sogar Leute die gehen lieber dorthin, weil dann ihre Kinder und Enkel parallel den Kindergottesdienst besuchen können. 

Wir sind 2017 (Jan. 2018) junge und ältere evangelische Gemeindeglieder.
Leider sind lange nicht alle aktiv. Wie ist es mit Ihnen? Wie, was und wo Sie mitmachen können finden Sie vielleicht auf den nächsten Seiten. Übrigens, die Zahl der Gemeindeglieder in unserem Dorf steigt. 

Geschichte der Veitskirche
Möchten Sie vorher noch mehr wissen über unsere Kirche und wer der Heilige Veit war? Klicken Sie hier zu einem Faltblatt (PDF, 153 KB). Aber Vorsicht, es ist z. T. eine grusliche Geschichte.

Wochenübersicht

  • add 21.01. - 27.01

    Freitag, 22.1.

    18 Uhr KGR-Klausur online zum Thema Ehrenamt

    Sonntag, 24.1.

    10 Uhr Gottesdienst (Pfr. Conrad) „Der HERR tue an euch Barmherzigkeit“ – Rut und Naomi (Rut 1)

     Opfer für Aufgaben in der eigenen Gemeinde

    Dienstag, 26.1.

    9.30 - 11 Uhr Weltladen im Gemeindehaus unter Beachtung der Hygiene- und Abstandsbestimmungen. Bitte bringen Sie eine Maske mit und setzen Sie diese beim Betreten auf.
    19.30 Uhr Kirchengemeinderatssitzung online

    Mittwoch, 27.1.
    Die Krabbelgruppe (Kinder ab 4 Mon. bis 3 Jahren) pausiert aufgrund der aktuellen Corona-Situation!

    Infos zur Krabbelgruppe bekommt man weiterhin über Nathalie Strobel, Tel. 07473 5020831 oder 0176 21253292.

     

    Der verlängerte Lockdown bringt auch mit sich, dass unsere Gruppen und Kreise, sowie die Chöre entfallen müssen. 

    Ebenfalls entfallen müssen die Besuche anlässlich von Geburtstagen oder der Ehejubiläen. 

    Möglich ist aber und bleibt das persönliche Gespräch. Nutzen Sie also gerne die Möglichkeit, anzurufen oder zu schreiben.

Diese Leute lassen sich gerne ansprechen

Mehr zum Thema

Ansprechpartner in unserer Gemeinde finden Sie unter diesem Link. 

 

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Kleine Botschaften

  • add Verschiedenheit aushalten (22.01.2021)

    Liebe Gemeindeglieder, liebe Interessierte,

    fast alles entfällt. Gottesdienst aber haben wir am Sonntag wieder gefeiert. Ich denke für die, die da waren, war es gut und wichtig und bedeutsam. Ich denke auch, dass es für die, die zu Hause geblieben sind, gut und wichtig war und sie auch genügend Möglichkeiten haben, Bedeutsames zu finden. Es ist gerade – wahrscheinlich immer – unmöglich alles über einen Kamm zu scheren bzw. eine für alle richtige Lösung zu finden. Die Pandemie bringt uns auch dazu Unterschiede zu machen und Verschiedenheit auszuhalten. Das ist etwas Gutes – auch über die Pandemie hinaus. Wir lernen, dass wir verschiedenes brauchen und Dinge verschieden einschätzen. Schade wäre es, wenn uns diese Verschiedenheit voneinander trennt und isoliert. Die Kunst wird darin bestehen, diese Verschiedenheit ernst und anzunehmen und in dieser Verschiedenheit auch Gemeinsames zu finden. Augustin wird folgendes Leitwort zugeschrieben: „Im Wesentlichen Einheit, im Zweifelhaften Freiheit, in allem Liebe.“

    Aktuell nehmen, so nehme ich es war, die Spannungen noch einmal zu zwischen den VertreterInnen der verschiedenen Lager. Und es gibt so viele unterschiedliche Meinungen, die nun angesichts der Pandemie sich nochmals zuspitzen. Ich hoffe, dass die Verschiedenheit uns nicht entzweit. Ich hoffe, dass es uns gelingt zwischen dem Wesentlichen und dem Zweifelhaften (dem, was so und so sein kann) zu unterscheiden und uns dann entsprechen Freiheit zuzugestehen bzw. uns zur Einheit aufzuraffen. Und dies in einer liebevollen Haltung, die den Anderen respektiert und seine Meinung gelten lässt, mit Zustimmung oder Ablehnung. 

  • add 24.12.2020

    Liebe Gemeindeglieder, liebe Interessierte
    ich wünsche Ihnen frohe Weihnachten. Ja, es ist vieles anders in diesem Jahr. Und ich weiß, dass es für manche von uns harte Einschränkungen gibt und die Feiertage überschattet sein werden vom Schmerz, nicht beieinander sein zu können. Und doch vertraue ich darauf, dass die Botschaft der Heiligen Nacht, diese Engelsworte von der Freude und der Ermutigung auch in diesem Jahr ihre Kraft in uns entfalten. Damals auf den Feldern, als sie zum ersten Mal gehört wurden, war auch keine Festtagsstimmung. Es hörten das Weihnachtsevangelium Menschen in ihrem Alltag. Draußen in der dunklen Nacht, getrennt von ihren Familien. Sie hörten die Engelsworte und diese Worte entfalteten Kraft in den Hirten. Gott selbst sind sie begegnet in dem Kind in der Krippe. Froh mit einem Dank und einem Jubel im Herzen und auf den Lippen sind sie dann wieder in der Alltäglichkeit der Felder - aber doch erfüllt von Feierstimmung. 
    Ich wünsche uns allen, dass wir dieses Wunder der Heiligen Nacht auch erleben werden und dann mit Frieden das zu Ende gehende Jahr ziehen lassen können und das neue Jahr mit Zuversicht begrüßen. Ich schließe mit den Engelsworten: "Fürchtet euch nicht! Siehe, ich verkündige euch große Freude, die allem Volk widerfahren wird; denn euch ist heute der Heiland geboren, welcher ist Christus, der Herr, in der Stadt Davids." (Lukasevangelium 2,10.11)

  • add 16.12.2020

    Liebe Gemeindeglieder, liebe Interessierte!

    Wir sind in der 3. Adventswoche. Diese 3. Adventswoche steht unter dem Leitwort "Bereitet dem HERRN den Weg! Siehe, der HERR kommt gewaltig." (Jesaja 40,3.10)

    Wieder haben sich die Rahmenbedingungen unseres Alltages geändert. Verschärft wurden die Beschränkungen. Es steht drängend die Frage im Raum, wie es weitergeht, was noch kommt und ob wir dem allen standhalten können. Während die Gefahr des Corona-Virus es immer enger werden lässt in unserem Alltag, führt uns der Wochenspruch aus dem Jesajabuch in die Weite einer Gott verbürgten Zukunft. Einer Zukunft in der Gemeinschaft möglich ist - versöhnte Gemeinschaft, ein Beeinandersein in Solidarität, gegenseitiger Wertschätzung und Würdigung, ein Zusammensein mit innerlicher Verbundenheit, frei von Furcht. Diese Aussicht steht im Raum.

    Und nun werden wir aufgerufen, Gottes Zukunft im Blick, selbst Teil dieser uns nahekommenden Zukunft zu sein. Und damit den Weg zu bereiten.

    Ich wünsche Ihnen gute Vorbereitungen - innerlich und äußerlich - auf das Kommen Gottes.

    Ihr Pfarrer Jörg Conrad

  • add 9.12.2020

    Liebe Gemeindeglieder, liebe Interessierte!

    Der Nikolaus war da, und wir konnten den Nachrichten entnehmen, dass auch das Christkind und der Weihnachtsmann kommen können. Uner anderem hat dies der italienische Ministerpräsident Conte klargestellt: Die Freudenbringer haben "Sondergenehmigungen" erhalten und werden die Corona-Regeln ernst nehmen.

    Ich bin froh, dass es so ist. Ich bin froh, dass der Raum offen gehalten wird, Tradition zu leben. Deutlich wird so nämlich, dass die Weihnachtsfreude - das Schmücken und Schenken, Warten und Staunen - auch angesichts des Schreckens und der Mühe der Pandemie seine Berechtigung hat. Es ist eben nicht alles abgesagt! Es ist auch nicht alles vom Virus infiziert!

    Deutlich wird also, dass das Leben mit der Pandemie sehr prägend ist und zugleich aber auch nur ein Element in dem Vielerlei, das unsere Tage prägt und ausmacht. Dieses "zugleich" von Gutem und Schrecklichem, das ist einer der Grundzüge christlichen Glaubens. Deshalb reden wir vom "Licht in der Finsternis". Deshalb haben Hoffnung und Vertrauen einen so hohen Stellenwert. Deshalb sagt Jesus: "In der Welt habt ihr Angst, aber seid gerost, ich habe die Welt überwunden."

    Und so hoffe ich, dass uns diese Adventstage immer wieder mit dem Schönen, Frohen und Hellen in Begegnung bringen und wir mit diesem Erleben den Mühen und dem Schrecken der pandemiegeprägten Tage standhalten.

    Bleiben Sie behütet! Ihr Pfarrer Jörg Conrad

  • add 01.12.2020

    Liebe Gemeindeglieder, liebe Interessierte, nun sind wir in die Zeit des Advents eingetreten. Der Blick richtet sich auf Weihnachten. Nicht nur in der Kirche. Dieses Jahr wird ganz deutlich, dass Weihnachten für sehr viele Menschen besondere Bedeutung hat und wichtig ist für  ihr soziales Leben. Fest der Liebe sagen manche und das ist keine schlechte Überschrift über das Wunder der Heiligen Nacht. Familientreffen gehören dazu. Die Politik greift das auf. Die Politik zeigt uns in diesem Jahr, was Advent sein kann. Eine Zeit, in der wir uns ausrichten und vorbereiten, damit Weihnachten gemeinsam gefeiert werden kann. Es ist mehr als eine bloße Wartezeit bis endlich Weihnachten wird. Es ist eine Zeit, in der wir uns -  in Erwartung von Weihnachten – bewusst so verhalten, dass ein Zusammensein rund um die Krippe möglich ist.

    „Seht auf und erhebt Eure Häupter, weil sich eure Erlösung naht.“, so ist im Lukasevangelium zu lesen (Lukas 21,28). Da geht es genau darum, sich – in Erwartung dessen, was kommt – entsprechend zu verhalten. Wir erwarten die uns entgegenkommende Freundlichkeit Gottes. Wir erwarten seine Gegenwart und in dieser Gegenwart das Großwerden von Frieden, Versöhnung und Gemeinschaft … Wunder der Heiligen Nacht. Und in dieser Erwartung verhalten wir uns jetzt schon ganz bewusst … machen uns bewusst, was da auf uns zukommt und richten uns darauf aus: „steht auf und erhebt eure Häupter“. Aufrecht und Schritt für Schritt gehen wir durch diese Tage. Aufrecht, weil Gott uns den Rücken stärkt. Schritt für Schritt, weil Gott uns entgegenkommt. Und so keimt und wächst in uns und mit uns – still und langsam – die zarte Pflanze des Friedens und der Versöhnung.

    Ich wünsche Ihnen allen eine gesegnete Adventswoche in froher Erwartung. Ihr Pfarrer Jörg Conrad

  • add Sonnenlicht und das Abendmahl mit Gott tun gut ...
    Sonne geht unter

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    Liebe Gemeindeglieder, liebe Interessierte,

    ein sonniger Wochenauftakt liegt hinter uns. Mein Eindruck ist, dass uns das Sonnenlicht gutgetan hat. Dem Körper hat es gutgetan und unserem Gemüt, der Psyche, unserer Seele. Ich habe die Sonnenstrahlen mitgenommen in meinen Alltag. Irgendwie war da mehr Schwung, immer wieder ein Aufblitzen von Fröhlichkeit und mehr herzliche Wärme.

    Vielleicht ist das alles deutlicher nach einer trüben Woche, wie wir sie wettertechnisch hatten, und den Mühen und Unsicherheiten im Gefolge der Pandemie.

    Seit Februar haben wir nicht mehr Abendmahl gefeiert. Und so fehlt seit Monaten diese mit dem Brot und dem Saft der Trauben verbunden Erfahrung, dass Gott uns an seinen Tisch lädt. Wo wir als seine Gäste gestärkt und ermuntert werden. Und dann mit neuem Schwung und Kraft, mit Fröhlichkeit aus dem guten Gefühl freundlich behandelt geworden zu sein und der herzlichen Verbundenheit untereinander in unsere Alltage gehen.

    Mir fehlt das, wie mir die Sonne an den trüben Tagen fehlt. Und ich entdecke für mich neu Worte der Psalmen, die mir bisher nicht besonders nahe waren … „Gott, du bist mein Gott, den ich suche. Es dürstet meine Seele nach dir, mein ganzer Mensch verlangt nach dir aus trockenem, dürrem Land, wo kein Wasser ist. So schaue ich aus nach dir in deinem Heiligtum …“ (Psalm 63, 2+3)

    Aber ebenso entdecke ich neu, mir ohne die vertrauten und liebgewordenen Formen und Feiern die Gegenwart Gottes bewusst zu machen. Jesus sagt: Siehe, ich bin bei Euch alle Tage …“ (Matthäus 28,20b) und er sagt: „Der Tröster, der Heilige Geist, den mein Vater senden wird in meinem Namen, der wird euch alles lehren und euch an alles erinnern, was ich euch gesagt habe.“ (Johannes, 14,26). Auch wenn mit dem Brot und dem Saft der Trauben, den Einsetzungsworten und der Gemeinschaft rund um den Altar mir Gottes Zusage besonders nahekommen, so sind sie auch jetzt – ohne Feier – gültig und hörbar. Und so schließe ich erneut mit einem Vers aus dem Hebräerbrief: „Lasst uns also voller Zuversicht vor den Gnadenthron treten. Dort werden wir Mitleid empfangen und Gnade finden. Und wir werden Hilfe bekommen, wann immer wir sie brauchen.“ (Hebräer 4,16).

    Ihr Pfarrer Jörg Conrad

     

     

     

  • add Nicht müde werden ...

    Liebe Gemeindeglieder, liebe Interessierte,

    wieder haben sich die Rahmenbedingungen für das Gemeindeleben verändert. Angesichts der hohen Infektionszahlen sollen die sozialen Kontakt möglichst gering gehalten werden.
    Das leuchtet ein. Zugleich haben die Religionsgemeinschaften und damit auch unsere Kirchengemeinde weiter die Möglichkeit religiöse Veranstaltungen abzuhalten. Die Entscheidungen sind jeweils nicht einfach.
    Wir haben erlebt, wie Sorglosigkeit die Infektionszahlen steigen lässt.
    Wir haben auch erlebt, wie die Absage der Gruppen und Kreise und Veranstaltungen sehr geschmerzt haben und immer noch schmerzen.

    Wir müssen einen guten Umgang finden und so möglichst sichere Begegnungen zu ermöglichen.
    Ich bitte also sehr darum, dass wir alle verantwortungsvoll miteinander umgehen. So dass wir die Begegnungen, die uns möglich sind, weiter aufrecht erhalten können.

    Im Gesangbuch findet sich ein Gedicht von Hilde Domin (S. 461):

    Nicht müde werden
    sondern dem Wunder leise,
    wie einem Vogel
    die Hand hinhalten.

    Im Moment ist es schwer, sich der Müdigkeit nicht zu ergeben. Die Jahreszeit trägt ihres dazu bei; die Pandemie und die erneute Verschärfung der Reglungen ebenso wie die andauernden Überlegungen, was wir wie machen können/sollen/wollen/dürfen … solche Müdigkeit ist etwas, das Menschen im Glauben immer wieder begleitet hat und begleitet.

    Elia der Prophet ist auch so müde, dass er sich zum Sterben hinlegt.
    Die Jünger im Garten Gethsemane sind so müde, dass ihnen, trotz der Bitte Jesu mit ihm zu wachen, die Augen zu fallen.
    Die Gemeinden im 1. und 2. Jahrhundert wurden müde beim Warten auf die Vollendung des Gottesreiches.
    Damals schrieb einer den Müden: „Lasst uns festhalten an dem Bekenntnis der Hoffnung und nicht wanken; denn er ist treu, der sie verheißen hat; und lasst uns aufeinander achthaben und einander anspornen zur Liebe und zu guten Werken … werft euer Vertrauen nicht weg, welches eine große Belohnung hat.“ (Hebräerbrief, 10,23f.35).

    Und so wünsche ich uns, dass wir an der Hoffnung festhalten können und so selbst gehalten sind.

    Ihr Pfarrer Jörg Conrad

  • add In diesem Geist ...

    Bilder-Kreuz der Konfis

     „Ich bin gewiss, dass weder Tod noch Leben … weder Gegenwärtiges noch Zukünftiges … uns scheiden kann von der Liebe Gottes, die in Christus Jesus ist, unserem Herrn.“ (Römerbrief, 8,38)

     

    Liebe Gemeindeglieder, liebe Interessierte,

    noch sind wir mittendrin in der Pandemie. Sie wird abflauen. Sie wird verschwinden. Wir werden auf sie zurückschauen und uns erinnern, wie es war.  Aber wir wissen nicht wann. Wir wissen nicht, was noch auf uns zu kommt. Diese Ungewissheit und die damit verbunden Ohnmacht ist schwer auszuhalten.

    Kirche kennt diese Situation. Sie lebt von Beginn an in der Erwartung, dass Gott sein Reich vollendet und dann der Tod nicht mehr sein wird und mit dem Tod auch Leid, Geschrei, und Schmerz vergangen sein werden (Offenbarung 21, 4). Aber wir wissen nicht wann. Und wir wissen nicht, was bis dahin noch auf uns zu kommt.

    Deshalb erinnert, glaubt und bekennt Kirche so vehement, dass Gott die Welt und unsere Zeit in seinen Händen hält. In den Briefen des Paulus ist das immer wieder zu lesen: „Ich bin gewiss, dass weder Tod noch Leben … weder Gegenwärtiges noch Zukünftiges … uns scheiden kann von der Liebe Gottes, die in Christus Jesus ist, unserem Herrn.“ (Römerbrief, 8,38)

    In diesem Geist bleibt das Bedrängende dieser Zeit bedrängend und zugleich wird es hineingenommen in das Vertrauen, dass wir im Letzten in Gott sicher sind. Für mich öffnet sich da ein Raum, in dem ich der Pandemie, den Einschränkungen, der Ungewissheit und den vielen offenen Fragen, standhalten kann. Standhalten, weil ich selbst gehalten bin von der Hoffnung, dass uns Gott in all dem festhält und verlässlich dafür sorgt, dass wir ihm erhalten bleiben.

    In diesem Geist bitte ich um Geduld, um Kraft, um Liebe und um Besonnenheit für uns alle, damit wir gemeinsam und einander verbunden diese Zeit aushalten und überstehen.

    Herzliche Grüße und Gott befohlen, Ihr Pfr. Jörg Conrad

     

  • add Geist der Kraft und der Liebe und der Besonnenheit

    Pfr. Jörg Conrad

    Liebe Gemeindeglieder, liebe Interessierte,

    „Gott hat uns nicht gegeben den Geist der Furcht, sondern der Kraft und der Liebe und der Besonnenheit.“ (2. Tim 1,7)

    Es ist nicht leicht, gerade keine Angst zu empfinden. Ich war Montag früh einkaufen … leere Regale. Eigentlich habe ich keine Angst, dass die Lebensmittel ausgehen und doch konnte ich mich im Supermarkt dieser Angst nicht verschließen.  Mit tut es gut, mich immer wieder daran erinnern zu lassen, dass Gott nicht der Ursprung meiner Angst ist. Vielmehr meiner Angst etwas an die Seite stellt: Kraft, Liebe und Besonnenheit. Und davon können wir im Moment viel Gebrauchen. Möge Gott uns allen nahe sein und wir so mit ihm und untereinander verbunden. Ihr Pfarrer Jörg Conrad